Wie viel Elterngeld bekommt man?

Was versteht man unter Elterngeld und wie viel Elternteil bekommt man überhaupt? Elterngeld ist, wie der Name schon vermuten lässt, Geld für die Eltern. Also Geld, das die Eltern bekommen, um sich um das Kind zu kümmern, obwohl das volle Gehalt wegfällt.

Denn wenn das Kind geboren ist, ist ein Elternteil meist eine gewisse Zeit zuhause, um sich rund um die Uhr um den Neuzugang kümmern zu können. Da der Arbeitgeber nicht das volle Gehalt bezahlt, aber offene Rechnungen dennoch bezahlt werden müssen, gibt es das Elterngeld.

Neben dem normalen Elterngeld gibt es dann noch das Elterngeld Plus und den Partnerschaftsbonus. Um Elterngeld in Anspruch nehmen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Elterngeld kann sowohl der Vater als auch die Mutter beantragen. Je nachdem, wer sich um das Kind kümmern wird.

Wie wird das Elterngeld berechnet?

Um deinen Anspruch zu berechnen, nimmt sich die Elterngeldstelle nicht deinen Nettoverdienst als Vorlage, sondern berechnet dein durchschnittliches Bruttoeinkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt des Kindes aus. Dies nennt man dann Bemessungszeitraum. Bekommt die Frau das Elterngeld, dann wird das Bruttoeinkommen der letzten 12 Monate bis zum Beginn des Mutterschutzes genommen.

Dein durchschnittliches Einkommen in diesem Bemessungszeitraum wird dann durch 12 geteilt, dann werden Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer abgezogen. Das, was übrig bleibt, ist dann das sogenannte Elterngeld – Netto. Wird aus seinem Minijob berechnet, bei dem keine Steuern gezahlt werden, so werden auch bei der Berechnung des Elterngelds keine Abgaben abgezogen.

Dies betrifft nur den Teil des Einkommens, für den sie Steuern zahlen müssen. Bei der Berechnung werden sogenannte Abzugsmerkmale verwendet.

Hast du während der Schwangerschaft aufgrund von Krankheit kein oder weniger Geld verdient, wird dieser Zeitraum bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Ebenso verhält es sich, wenn du innerhalb eines Jahres ein weiteres Kind bekommt. Bist du also zuhause und beziehst bereits Elterngeld für ein älteres Kind, werden auch diese Monate nicht berücksichtigt. In solchen Fällen werden dann Monate von der Zeit davor berücksichtigt, so dass am Ende ein Zeitraum von 12 Monaten zusammenkommt.

Bekommst du also ab Juli Elterngeld, so müsste die Berechnung die Monate ab April des Vorjahres zählen. Je nachdem, wann dein Mutterschutz beginnt.

Hast du aber im Februar aufgrund deiner Schwangerschaft in der Arbeit gefehlt, wird dieser Monat ausgelassen und dafür der März des Vorjahres hinzugenommen.

Wie viel Elterngeld steht mir zu?

Je nachdem, ob überhaupt Geld nach der Geburt des Kindes wegfällt und wie viel der Elternteil, der das Kind betreut, vor der Geburt verdient hat, fällt die Höhe des Elterngeldes aus. Bei einem sehr geringen Einkommen können Eltern bis zu 100 Prozent des Einkommens bekommen. Bei einem höheren Einkommen sind es 65 Prozent.

Die Höchstgrenze des Elterngelds liegt bei 1800 Euro. Mindestens aber 300 Euro. Das Mindestelterngeld bekommt jeder, der sein Kind selbst betreut und höchstens 32 Stunden in der Woche arbeitet. Wie auch Studenten, Hausfrauen oder Eltern, die aufgrund älterer Kinder nicht arbeiten konnten. Besteht die Familie bereits aus mehreren Kindern, so steht den Eltern der sogenannte Geschwisterbonus zur Verfügung.

Das bedeutet, dass zum Elterngeld nochmal 10 Prozent hinzukommen. Aber nicht weniger als 75 Euro.

Hast du also in den letzten 12 Monaten vor der Geburt des Kindes (oder dem Eintritt des Mutterschutzes) 2000 Euro netto verdient, steht dir ein Elterngeld von etwa 1245 Euro zu. Gibt es bereits Kinder unter 3 Jahren, beträgt das Elterngeld ca. 1370 Euro. Bleibt der Vater des Kindes zuhause, so wird sein Durchschnittsgehalt der letzten 12 Monate berechnet.

Hat der Vater also mehr verdient in den letzten 12 Monaten vor der Geburt des Kindes, fällt auch das Elterngeld höher aus. Wie viel Elterngeld dir aber tatsächlich zusteht, ist von vielen Faktoren abhängig.

Wie viel Elterngeld bekommt man 2 Jahre?

Elterngeld gibt es nur bis zum 12. Lebensmonat des Kindes. Beantragen beide Elternteile Elterngeld und bekommt dadurch einer von beiden weniger Gehalt, kann das Elterngeld auf 14 Monate verlängert werden. Wer länger Elterngeld bekommen möchte, muss das sogenannte Elterngeld Plus beantragen. 

Dieses wird doppelt so lange gezahlt als das normale Elterngeld. Ein Monat Elterngeld sind zwei Monate Elterngeld Plus. Somit ist der Betrag aber auch nur halb so hoch wie beim normalen Basiselterngeld. Gibt es also beispielsweise 1500 Euro Basiselterngeld und sie verzichten darauf und beantragen stattdessen Elterngeld Plus, erhalten sie nur 750 Euro monatlich.

Dafür allerdings doppelt so lange. Also statt 12 Monate, 24 Monate.

Was ist der Partnerschaftsbonus?

Beantragen Eltern das Elterngeld Plus, können sie unter gewissen Voraussetzungen vier zusätzliche Monate erhalten. Dies ist dann der Fall, wenn beide Elternteile gleichzeitig in Teilzeit arbeiten und mehr Zeit für ihr Kind haben. Die Arbeitszeit muss hier zwischen 24 und 32 Stunden pro Woche liegen.

Diesen Partnerschaftsbonus können auch getrennt lebende Eltern in Anspruch nehmen, wenn die oben genannten Voraussetzungen gegeben sind.

Haben Studenten Anspruch auf Elterngeld?

Da das Elterngeld eine Leistung des Staats ist und für Familien gedacht ist, die ihr Kind nach der Geburt selbst versorgen und somit nicht arbeiten können, haben auch Studenten einen Anspruch auf Elterngeld. Allerdings müssen auch sie gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Wie oben bereits genannt, muss sich der Elternteil nach der Geburt selbst um sein Kind kümmern. Zudem muss das Kind im selben Haushalt leben und es darf, während dem Bezug des Elterngelds, keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen werden, die über 32 Stunden pro Woche beträgt. Das Studium gehört hierzu allerdings nicht dazu. Du kannst für dein Studium auch mehr als 32 Stunden pro Woche investieren, für das Elterngeld spielt das keine Rolle, da ein Studium nicht als volle Erwerbstätigkeit angesehen wird.

Wie viel Elterngeld bekomme ich in der Ausbildung oder dem Studium?

Steckst du in der Ausbildung oder im Studium und verdienst wenig oder gar nichts, erhältst du in diesem Fall einen Mindestsatz von 300 Euro. Die Ausbildung oder das Studium musst du dafür nicht beenden. Übst du nebenbei einen Nebenjob aus, kann dein Elterngeld höher ausfallen.

Erhältst du während deinem Studium BAfÖG wird das Elterngeld nicht damit berechnet. Du bekommst es also zusätzlich. Gehst du allerdings in Elternzeit, fällt dein Anspruch auf BAfÖG in dieser Zeit weg.